Bürgerschaftliches Engagement, Nachbars Garten, Wandern

Die Wuppertaler Kleingartenanlagen

06/04/2013/Felstau

Wanderungen durch Kleingartenanlagen und stadtnahe Grünzonen

Eingerichtet vom Stadverband Wuppertal der Gartenfreunde e. V. mit Unterstützung durch den Sauerländischen Gebirgsverein (SGV), Abteilung Wuppertal.

Stadtansicht Wuppertal mit Friedhofskirche

Der „K-Weg“ – Wanderwege durch Wuppertaler Kleingartenanlagen – hat eine Gesamtlänge von ca. 50 km; er ist in 6 überschaubare Abschnitte gegliedert, in 4 Rundwanderwege und 2 Verbindungswege. Er verläuft in den grünen, stadtnahen Hangzonen nördlich und südlich der Talachse unserer Stadt und erschließt damit eine Fülle stadtnaher Kleinstrukturen mit vielen Panoramablicken in die Stadtlandschaft. Wir hoffen, dass durch diese neuen Wanderstrecken möglichst viele Wuppertaler die ganze Vielfalt der Kleingartenanlagen in ihrer Stadt kennen lernen und die hohe Wertstellung eines Kleingartens für die “Naherholung vor der Haustür“ wieder entdecken

Der „K-Weg“ verknüpft 42 der insgesamt 117 dem Kreisverband Wuppertal der Kleingärtner e. V. angeschlossenen Kleingartenanlagen in der Stadt; hiermit schuf sich die Gemeinschaft der Wuppertaler Kleingärtnervereine “ihren eigenen Wanderweg“. Das ist wohl in der Bundesrepublik so einmalig wie „unsere Schwebebahn„.

Der Verlauf des Weges ist so gewählt, dass er durch das dichte Busliniennetz der Wuppertaler Stadtwerke A. G. bequem und in kürzester Zeit erreichbar ist. Hierdurch steht der Bevölkerung im Nahbereich der Stadt eine Fülle reizvoller Kurzwanderstrecken zur Verfügung.

Für den traditionellen, jeweils im September eines jeden Jahres vom Kreisverband Wuppertal der Kleingärtner e. V. organisierten „Wandertag durch Wuppertaler Kleingärten„, bildet der „K-Weg“ in Zukunft eine wertvolle Basis, da in vielen Fällen auf eine temporäre Wegemarkierung „nur für einen Wandertag im Jahr“ verzichtet werden kann.

Zur Geschichte des Wuppertaler Verbandes der Gartenfreunde

Kleingärten gibt es schon sehr lange in unserer Stadt. 1892 wurde der Verein „Sonnenbad“, heute heißt er „Sonnenbad-Nüllerkopp“, gegründet, der sich seinerzeit überwiegend der Freikörperkultur widmete und erst später zu einem „echten“ Kleingärtnerverein wurde. Die meisten Vereine wurden aber in den Jahren nach dem I. Weltkrieg und in der Zeit nach 1945 gegründet. Die schlechte Versorgungslage zwang die Wuppertaler dazu, durch Anbau von eigenem Obst und Gemüse ihren Küchenzettel aufzubessern.

Der „Stadtverband Wuppertal der Gartenfreunde e.V.“ ist die gemeinnützige Dach-Organisation der Wuppertaler Kleingärtner. Er ist Mitglied im „Landesverband Rheinland der Gartenfreunde e. V.„, in dem rd. 90.000 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner organisiert sind.

Vorläufer unseres Verbandes waren der „Verband der Gartenbauvereine Elberfeld“ und der „Barmer Gartenbauverein“, die beide im Jahre 1917 gegründet wurden.

Am 1. August 1929 wurden die bisher selbstständigen Gemeinden Barmen, Elberfeld, Cronenberg, Ronsdorf, Beyenburg und Vohwinkel zur späteren Stadt Wuppertal zusammengeschlossen. Die Stadt Wuppertal wurde im Rahmen einer kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 um die Gemeinden Dönberg, Dornap und Schöller erweitert.

1930 trat der „Verband Ronsdorfer Gartenbauvereine“ dem „Barmer Gartenbauverein“ bei. Der Barmer und der Elberfelder Verband schlossen sich, nach vorherigen vergeblichen Anläufen, zum „Verband der Wuppertaler Kleingartenvereine“ zusammen. Den Namen „Kreisverband Wuppertal der Kleingärtner e. V.“ bekam der Verband im Jahre 1953.

Heute sind 117 Kleingärtnervereine mit insgesamt 6.752 Kleingärten Mitglied in unserem Verband. Sie bewirtschaften zusammen 2.692.657 qm Kleingartenland (Stand: 31.12.2006).

104 Kleingärtnervereine befinden sich auf städtischem, der Rest auf privatem Pachtgelände. Der Kreisverband ist Generalpächter aller auf städtischem und des größten Teils der auf privatem Grund liegenden Kleingärten.

Unser Verbandsgebiet ist in 15 Kleingartenbezirke unterteilt. Sie haben die Aufgabe, die Gemeinschaft und den Erfahrungsaustausch unter den dem jeweiligen Bezirk angeschlossenen Vereinen zu pflegen, Anregungen für die Vereinsarbeit an den Verband weiterzuleiten, ihre Vereine über die Verbandsarbeit zu informieren und in geeigneter Weise für den Kleingartengedanken zu werben.

Sie suchen einen Garten?

Der Stadtverband Wuppertal der Gartenfreunde e.V. verpachtet die ihm in Generalpacht übergebenen Kleingartenflächen an interessierte Bürger unserer Stadt.

Bei ca. 6.700 Einzelgärten (ca. 6.000 auf städtischem, die restlichen auf privatem Grund) kommt es jährlich zu etwa 350 – 400 Pächterwechseln. Vor jedem dieser Wechsel wird durch den Kreisverband ein „Gutachten“ über die im jeweiligen Kleingarten enthaltenen Werte – Lauben und andere Baulichkeiten sowie Anpflanzungen – erstellt.

Die dem Satdtverband Wuppertal angeschlossenen Vereine sind durch einen „Zwischenpachtvertrag“ mit der Weitergabe freigewordener Gärten betraut. Die Vorstände der Kleingärtnervereine haben vor allem zu beachten, dass die Übergabe vom ausscheidenden auf den neuen Pächter nur zu den durch das „Wertgutachten“ ermittelten Preisen erfolgt.

Manchen Bewerbern ist dennoch die sofortige Barzahlung der ermittelten Ablösesumme nicht möglich. Meist handelt es sich dabei um junge Familien mit Kindern, denen wir, unserem sozialen Satzungsauftrag folgend, besonders gerne helfen würden.

Im Bedarfsfall erteilt Ihnen die Geschäftsstelle des Stadtverbandes Wuppertal während der Sprechstunden  gerne nähere Auskunft.

Auf der Website des Stadtverbandes finden Sie

Stadtverband Wuppertal der Gartenfreunde e.V.

Burgunderstr.12
42285 Wuppertal

Öffnungszeiten:
Dienstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag von 9.00 bis 13.00 Uhr

Telefon: 0202/452341
Telefax: 0202/455385

E-Mail: gartenfreunde.wuppertal@t-online.de

Quelle: Website 6.4.2013

Stadt Wuppertal

Geregelt wird das Kleingartenleben durch die Kleingartenordnung / Satzung eines jeden Vereins und das Bundeskleingartengesetz (BKleingG). Das Kleingartenwesen Wuppertals hat im System der Stadtentwicklungsplanung durch Aufstellung des Kleingartenentwicklungsplanes aus dem Jahre 1985 und der Fortschreibung im Flächennutzungsplan von 2004 planerisch im Kontext der grünen Infrastrukturplanung seinen ihm zustehenden Stellenwert bekommen. Eine schlagkräftige Interessenvertretung ist der Kreisverband. Bei der Stadtverwaltung kümmert sich das Ressort Grünflächen und Forsten um das Kleingartenwesen.

Quelle: Website 6.4.2013

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