Politik, Publikationen

Umfrage – Global Green Space Report: Wertschätzung grüner Anlagen

15/04/2013/Felstau

„83% DER DEUTSCHEN BEFRAGTEN SIND DER ANSICHT, DASS ZUGANG ZU GRÜNFLÄCHEN EIN MENSCHENRECHT IST“

„Da es weltweit immer mehr Menschen in Großstädte zieht, wird zunehmend weniger Zeit in Wäldern und Parks verbracht. Laut der Ergebnisse des Global Green Space Reports, einer Studie der Husqvarna Group, die in neun Ländern durchgeführt wurde, sind 36 Prozent der Befragten unzufrieden damit, wie wenig Zeit sie in Grünanlagen verbringen können. Rund 50 Prozent der Befragten glauben sogar, dass Zeit im Grünen zum Pflichtprogramm in Schule gehören sollte. Abbau von Stress und Sorgen, aber auch Umweltziele wie verringerte Luftverschmutzung sind nur zwei von vielen Gründen, warum das zunehmende Ungleichgewicht zwischen „Grau“ und „Grün“ angegangen werden muss.

(…)

Grünflächen wichtiger als Sex, Geld und Religion

Die Überzeugung, dass Grünflächen wie Wälder, Parkanlagen und Gärten sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken, teilen 91 Prozent der Befragten unabhängig von ihrer Herkunft. 81 Prozent glauben sogar, dass Grünflächen Stress und Sorgen reduzieren. Laut den Umfrageergebnissen sind Aufenthalte im Grünen sogar wichtiger für das Wohlbefinden als Beruf, Sexualleben, Geld oder Religion. Einzig die familiäre Situation hat für die Befragten einen größeren Einfluss auf das Wohlbefinden als die Zeit im Freien – so auch für 81 Prozent der befragten Deutschen.

(…)

Die Kluft der Generationen

Eine Gruppe, die in der Studie besonders heraus sticht, sind Eltern mit Kindern unter acht Jahren. Sie verbringen – unabhängig vom Herkunftsland – im Vergleich zu anderen Gruppen mit Abstand die meiste Zeit in Wäldern und Parks. Dennoch geben 65 Prozent aller befragten Eltern an, dass ihre eigenen Kinder deutlich weniger Zeit im Wald verbringen als sie selbst in ihrer Kindheit. Laut der Studie der Husqvarna Group sind rund 52 Prozent der Eltern in den letzten drei Monaten nie oder nur einmal mit ihren Kindern in den Wald gegangen. Diese „Kluft der Generation“ wird noch deutlicher, wenn man die Anzahl der Parkbesuche näher betrachtet: 55 Prozent der befragten Eltern geben an, dass ihre Kinder weniger Zeit in Parks verbringen als sie selbst in ihrer Kindheit und rund 35 Prozent gehen mit ihren Kindern nie oder sehr selten in den Park. Gleichzeitig ist die große Mehrheit aller Befragten (76 Prozent) jedoch der Ansicht, dass Kinder deutlich mehr Zeit im Grünen verbringen sollten. Das wünschen sich auch zwei Drittel der Deutschen, wobei die Hälfte aller befragten Deutschen mit ihren Kindern höchstens einmal pro Quartal oder gar nicht in öffentliche Parks geht.“

Zusätzliche Informationen:

Quelle: Baulinks 14.4.2013

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