Bedrohte Art, Nachbars Garten, urban gardening

Gute Gründe für Stadtbienen

25/06/2014/Felstau

Uns Menschen erscheinen Städte oft als grau und lebensfeindlich. Doch Bienen sehen das offenbar ganz anders. Sie fühlen sich in der Stadt rundum wohl! Diese Tatsachen sprechen dafür:

  • Parkanlagen, Hausgärten, Alleen, verwilderte Grundstücke, ja selbst Verkehrsinseln und Balkonpflanzen bieten den Bienen vom Krokus im Frühjahr bis zur Goldrute im November stets einen reich gedeckten Tisch. Nicht nur während der Haupttrachten findet sich immer ein mit Nektar und Pollen gefüllter Blütenkelch.
  • Bienen sind wärmeliebende Tiere. Das Mikroklima ist in der Stadt im Durchschnitt um 2 bis 3 Grad wärmer als im Umland. Aufgrund der vorherrschenden Windrichtung ist es im Osten der Städte wärmer als in deren Westen. Das heißt: Stadtbienen sind im Frühjahr zeitiger und im Herbst länger unterwegs.
  • Stadtimker ernten deutlich mehr Honig als Landimker. Das beweist die Statistik des Deutschen Imkerbundes Jahr für Jahr.
  • Bienen passen problemlos zur städtischen Lebensführung. Sie brauchen nicht gefüttert zu werden. Niemand muss mit Bienen „Gassi“ gehen. Sie können sich weitgehend selbst überlassen werden.
  • Stadtimker kümmern sich um ihre winzigen Lieblinge oft hingebungsvoll, denn für viele ist dieses spannende, abwechslungsreiche und natürliche Hobby der perfekte Ausgleich zum Job im Büro oder in der Firma.
  • Imkern in der Stadt ist unbürokratischer, da Stadtimker mit ihren Bienen weder auf Naturschutzgebiete (Naturschutzrecht) noch auf Belegstellen achten müssen.
  • In der Stadt werden weder Pflanzenschutzmittel gegen Insekten versprüht noch besteht die Gefahr, dass genveränderte Pflanzen angebaut werden.

(Quelle: M-W. Kohfink, ADIZ/db/IF 10/2010, S.7, geringfügig bearbeitet)

Das Lehrbienenhaus im Waldpägagogischen Zentrum (WPZ) wurde 2005 eröffnet. Es beheimatet mehrere große Völker und ein paar kleinere eingefangene Bienenschwärme. Etwa 300 bis 500 Kilogramm Honig ist der Jahresertrag. Bienen und Honigfreunde finden hier was sie suchen: http://www.bienenzuchtverein-cronenberg.de/

Imkern für Anfänger

  • Anmeldung: Wer Bienenstöcke aufstellt, muss dies beim Veterinäramt anmelden. Eine Haftpflichtversicherung ist empfehlenswert. Die Imkerverbände bieten günstige Tarife.
  • Bienenkiste: Geeignet für Menschen, die mit einem Minimum an Geld- und Zeitaufwand selbst Bienen halten wollen. Selbst auf dem Balkon der Etagenwohnung kann man ein fleißiges Völkchen halten. Es gibt Bausätze für Bienenkästen, die an die Brüstung gehängt werden können. Das ist sogar legal! Online-Info: www.bienenkiste.de.
  • Probe-Imker: Potenzielle Nachwuchs-Imker betreuen unter Anleitung eines Profis ein Jahr lang ihr eigenes Bienenvolk – ohne weitergehende Verpflichtung. Informationen bei den Landesverbänden unter www.deutscherimkerbund.de.
  • Zeitschriften: http://www.diebiene.de/

Urbanes Gärtnern: Der Imker vom Ostersbaum
„Zwischen der Flensburger Straße und der Gathe, direkt an der Preßburger Treppe, gibt es einen kleinen verborgenen Schatz. Hinter einer weißen Metalltür verbirgt sich der „Ostersbaumer Honiggarten“, eine grüne Insel mitten in der Stadt, wo seit Mai auch Bienen leben. Der Wuppertaler Imker Willi Gröser wagt das Experiment, die fleißigen Insekten in der Innenstadt zu züchten. (…) Christine Nordmann von der Initiative „Neue Arbeit, neue Kultur“ hatte das Grundstück vor etwa anderthalb Jahren zur gärtnerischen Nutzung angeboten bekommen und gemeinsam mit Gabi Kamp vom Nachbarschaftsheim weitere Mitstreiter geworben. (…) Kindergärten und Schulen können sich bei Interesse im Nachbarschaftsheim melden. Wer mit im Garten arbeiten will, kann donnerstags, 18 bis 19.30 Uhr vorbeischauen, oder sich bei Gabi Kamp unter Telefon 2451970 informieren.“ Quelle:  Jeanette Nicole Wölling, WZ 27.9.2013 S.35

Imker in Wuppertal

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