Aktuelles, Publikationen

Neue Stadtbaumarten im Uni Arboretum

15/04/2015/Felstau

Wuppertal ist eine grüne Stadt. Ein Drittel der Stadtfläche ist von Wald und Parks bedeckt und damit liegt Wuppertal im bundesweiten Vergleich der Großstädte auf Platz eins. Wuppertal zeigt sich jedoch auch durch die vielen Bäume an den Straßenrändern von seiner grünen Seite. Die Stadt Wuppertal hat nahezu 20.000 Straßenbäume zu betreuen und es finden sich verschiedenste Baumarten darunter, die sie in Wuppertal auch im Arboretum Burgholz, dem Botanischen Garten sowie im Uni-Arboretum näher kennlernen können.

Das Uni-Arboretum (Baumlehrpfad) auf dem Campus Grifflenberg wurde jetzt zum zweiten Mal erweitert. Auf dem kurzen Weg um die Gebäude der Bergischen Universität Wuppertal sind mittlerweile mehr als 90 Baumarten zu erkunden. Es sind nahezu alle wichtigen Arten Deutschlands vertreten sowie zahlreiche Baumarten, die als Park- oder Straßenbäume genutzt werden.

Auf Seite 8 der aktualisierten und erweiterten Broschüre lesen Sie:

BÄUME IN DER STADT

… haben es nicht leicht. Dies zeigt sich daran, dass sie eine Lebenserwartung von lediglich ca. 25 bis 50 % ihrer potenziellen Altersspanne haben. Stadtbäume haben viele wichtige Funktionen und stehen in der Regel an innerstädtischen Straßen oder in Gärten, Park- und anderen Grünanlagen.

(…)

Insbesondere Straßenbäume sind einer Vielzahl von Belastungsfaktoren ausgesetzt. Durch die Verdichtung und Versiegelung der Flächen können die Böden nur schwer Regenwasser aufnehmen und haben einen niedrigen Sauerstoffgehalt. So leiden viele Bäume unter Wassermangel. Da abfallendes Laub in der Stadt entfernt wird, gibt es keine nährstoffreiche und schützende Humusschicht. Zusätzlich müssen die Bäume im Sommer mit Hitze bzw. erhöhten Temperaturen zurechtkommen, da sich die Straßenbeläge und die Fassaden durch die Sonneneinstrahlung aufheizen. Der Schadstoffeintrag im städtischen Bereich durch Autoverkehr, Streusalz im Winter, Urin und Fäkalien wie Hundekot, Gebäudeabluft usw. ist wesentlich höher als im Umland. Weiterhin kommt es zu direkten Verletzungen von Bäumen durch Baumaßnahmen und Anfahrschäden.

Durch die globale Erwärmung werden im Frühjahr und Sommer vermehrt Hitze- und Trockenperioden erwartet. Ein Teil der bisher häufig verwendeten Baumarten erleiden bereits jetzt Schäden durch solche Perioden. Geschädigte Bäume sind besonders gefährdet durch den Befall mit Schädlingen oder Krankheitserregern und stellen die Kommunen aufgrund der Verkehrssicherungspflicht vor zusätzliche Pflegeaufgaben.

Momentan wird daher nach Baumarten gesucht, die unempfindlicher gegenüber den sich verändernden Umweltbedingungen sind. Hierzu gehören solche Baumarten, die ihr Hauptverbreitungsgebiet in Süd-Europa haben (…). Ebenso wird durch die Kreuzung verschiedener Arten oder die Selektion von Varianten mit bestimmten Merkmalen versucht, Straßenbäume zu produzieren, die den veränderten Ansprüchen und Bedingungen im wahrsten Sinne des Wortes „gewachsen sind“.

Im Inneren der Broschüre finden Sie weiterhin einen Plan mit den Gebäuden auf dem Campus Grifflenberg. Der Plan zeigt die gesamte Wegstrecke. Die Baumarten sind mit den Nummern 1 bis 90 auf dem Plan verzeichnet. Die Bäume sind auch auf dem Baumlehrpfad mit Schildern markiert. Sie können sich die neue Broschüre zum Uni-Arboretum hier herunterladen und auf Ihrem nächsten Spaziergang mitnehmen.

Herausgeber der Broschüre:
Molekulare Pflanzenforschung/Pflanzenbiochemie
Fachbereich C, Chemie und Biologie
Bergische Universität Wuppertal
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal
Wuppertal 2015
www.botanik.uni-wuppertal.de

Autor/inn/en:
Prof’in Dr. Gertrud Lohaus
unter Mitarbeit von Dr. Ralf Baufeld und Florian Grimminger


Mehr zum Thema Straßen und Stadtbäume online

Stadt- und Straßenbäume der Zukunft – welche Arten sind geeignet?
Prof. Dr. Andreas Roloff, Institut für Forstbotanik u. Forstzoologie der TU Dresden/ Tharandt

IN: A. ROLOFF, D. THIEL, H. WEIß (Hrsg.):
Aktuelle Fragen der Stadtbaumplanung, -pflege und -verwendung
(Tagungsband Dresdner StadtBaumtage 14./15.03.2013)
Forstwiss. Beiträge Tharandt Beiheft Bd. 14, S. 173-187

GALK-Straßenbaumliste, Stand 15.04.2015
Arbeitskreis Stadtbäume

Baumschutz bei der Stadt Wuppertal


Bäume in der Stadt: Wertvolle Gestalten im öffentlichen Grün

Die Stiftung DIE GRÜNE STADT beleuchtet mit ihren Publikationen zu verschiedenen Schwerpunkten die Wohlfahrtswirkung von Vegetation im städtischen Raum. Im Fokus der neuen Broschüre „Bäume in der Stadt: Wertvolle Gestalten im öffentlichen Grün“ stehen die Gehölze. Der Anspruch war nicht, ein wissenschaftliches Kompendium zum Thema zu verfassen, sondern grundlegende Aspekte zusammenzustellen, die bei der Planung, Pflanzung und Pflege von Bäumen in Städten von Bedeutung sind. Markus Guhl, Mitglied des Vorstands der Stiftung: „Wir meinen, es sei aus ökologischen, ökonomischen und nicht zuletzt sozialpolitischen Gründen geboten, optimal passende Pflanzen für den ‚Problemstandort Stadt‘ zu verwenden und in Städten Bedingungen für Pflanzen zu schaffen, damit sie ihre Funktion für uns Menschen bestmöglich erfüllen können.“

„Bäume in der Stadt“ zeigt im Überblick wesentliche Schritte von der Planung über die Pflanzung und regelmäßigen Pflege von Stadtbäumen als prozesshafte Qualitätssicherung. Die Broschüre soll Planern, Kommunalpolitikern, Verantwortlichen in der Verwaltung und interessierten Bürgern Informationen und Anregungen für die Debatte um grüne Stadtentwicklung liefern. Weitergehende Aspekte werden in vier Gastkommentaren beleuchtet: Zu Wort kommen Dr. Joachim Bauer vom AK Stadtbäume der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK), Jürgen Rohrbach, Geschäftsführer der FLL, sowie Andreas Kipar für den Bund deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und Karl-Friedrich Ley für den Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.

Mit der im Mai 2013 veröffentlichten EU-Strategie zur Grünen Infrastruktur und verschiedenen bundesdeutschen Programmen wird die Grün- und Freiraumplanung in jüngster Zeit als Kernthema der Stadtentwicklung erkannt. Bundesbauministerin Barbara Hendricks kündigte an, hierzu auch mit der Städtebauförderung 2015 neue Akzente zu setzen: „Die Themen ‚Grün in der Stadt‘ und Barrierefreiheit liegen mir besonders am Herzen und sollen 2015 gestärkt werden.“ Der Bund unterstützt Länder und Kommunen 2015 beim Städtebau mit 650 Millionen Euro. Auch das vom Bundesumweltministerium initiierte Programm „Soziale Stadt“ bietet Ansatzpunkte, um soziale und grüne Stadtentwicklung zusammenzuführen.

Dass insbesondere Bäume in Städten wichtige Funktionen haben, ist vordergründig bekannt – dass sie aber gut geplant sein wollen, Schutz, Zeit und regelmäßige Pflege brauchen, ist vielen nicht bewusst. Karl Friedrich Ley: „Heute gilt es, die Städte zu planen, in denen wir zukünftig leben wollen. Nicht nur, weil die Entscheidungszyklen oftmals länger sind als manchem lieb ist, sondern auch, weil sich Grünflächen erst entwickeln müssen, bis sie ihre positive Wirkung voll entfalten können.“

Die 44-seitige Broschüre „Bäume in der Stadt“ steht auf der Website als kostenloser Download zur Verfügung.

Pressemitteilung der Stiftung DIE GRÜNE STADT vom 06.01.2015


Broschüre: Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen

Bäume und Pflanzen Die Broschüre ”Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen – Schwerpunkt Feinstaub” wurde zusammengestellt durch das Forum DIE GRÜNE STADT in Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Universität Köln (Dr. Manfred Thönnessen), dem Regionalverband Ruhr, Abt. Stadtklimatologie / Luftqualität (Dr. Wolfgang Beckröge) und der GALK (Dr. Joachim Bauer). Grundlage war eine Veröffentlichung der Plant Publicity Holland (PPH) und der Niederländischen Vereinigung von Landschaftsgärtnern (VHG) 2007.

Die Online-Version der Broschüre können Sie sich hier anschauen.

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