Aktuelles, Sanierung

Murmelbachteich: Sauerstoff statt Bagger

11/03/2016/Felstau

Teiche bilden im Laufe der Jahre durch Einträge in das Wasser eine Schlammschicht am Boden aus. Wird die Auflage des Schlammes zu groß, kommt es zu Sauerstoffmangel und zu einer Verschlechterung des Lebensraumes für die Teichbewohner. Daher müssen Teiche in gewissen Abständen entschlammt werden. Die letzte Entschlammung des Murmelbachteiches erfolgte 2001 noch auf konventionelle Art. Hierzu wurde der Teich abgefischt und trocken gelegt, der Bach verlagert, der Schlamm getrocknet und abgefahren und je nach Belastung mit Fremdstoffen entsprechend entsorgt. Eine große und teure, oftmals die Umwelt belastende Maßnahme im Vergleich zu der in diesem Jahr durch das Ressort Grünflächen und Forsten vorgesehenen biologischen Behandlung.

luftschlauch

Der Murmelbach entspringt im Bereich Scharpenacken nahe der Straße Marpe und mündet in Heckinghausen in die Wupper. Der Bach verbindet die Erholungsgebiete Barmer Anlagen und Scharpenacken. Er ist etwa 3,6 km lang. Die letzten 800 m sind verrohrt. Bei der Heckinghauser Zollbrücke mündet er in die Wupper. Der in seinem Gewässerverlauf liegende Murmelbachteich ist Teil eines beliebten Naherholungsgebietes, welches von zahlreichen Wanderwegen umsäumt wird.

murmelbachtal

Für die Entschlammung wird auf dem Teichboden ein patentiertes Schlauchsystem aufgebracht: Durch feinste Löcher in diesen Schläuchen wird der Teichboden flächig mit Sauerstoff angereichert. Mit Hilfe der sauerstoffliebenden Bakterien werden die organischen Anteile des Schlammes abgebaut. Die Stärke der Schlammauflage reduziert sich damit erheblich.

Besucher und Anwohner können sich während dieser Zeit wie gewohnt an dem Teich aufhalten und erholen. Fische und Amphibien bleiben in Ihrem gewohnten Lebensraum. Die Teichökologie wird nur minimal beeinträchtigt.

Für die Durchführung der Arbeiten wird ein Container aufgestellt, in dem sich die technischen Anlagen befinden. Eine oberirdische Leitung versorgt die Technik mit Strom. Über eine unterirdische Rohrverbindung wird in das Schlauchsystem Sauerstoff eingeleitet. Die Anlagen werden nach Abschluss der Arbeiten wieder abgebaut.

Der empfohlene Behandlungszeitraum beträgt zwölf Monate. Die Vorarbeiten beginnen je nach Wetterlage in dieser Woche (7. bis 11. März), das System wird ab Mitte März eingebaut.

Pressemitteilung der Stadt Wuppertal, 07.03.2016

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