Aktuelles, Naturerlebnis

Barmer Anlagen – Vor lauter Wald die Bäume nicht gesehen

26/04/2016/Klaus-Günther Conrads

Man kann vor lauter Park und Wald manchmal die wertvollen Bäume nicht genießen. Das ist auch in den Barmer Anlagen so, doch im vergangenen Jahr haben Studentinnen Carletta vom Dorp und Sophie Charlotte Menze die „grünen Schätze“ zu botanischen Routen zusammengefasst und bei der Premiere der Baumspaziergänge am 23. April, zwei Tage vor dem Tag des Baumes 2016, den Wert der bedeutenden Parkanlage gesteigert.

Schon lange sind die Barmer Anlagen ein Arboretum! Schließlich hat der Düsseldorfer Hofgartendirektor Joseph Clemens Weyhe bereits kurz nach Gründung des Barmer Verschönerungsvereins (1864) mit der Gestaltung der unteren Anlagen begonnen und Bäume gepflanzt, an denen sich heutige Besucher erfreuen können – wenn sie denn in Muße durch den Park gehen. Es gibt Bäume, wie die 1831 gepflanzte Blutbuche, die älter als der Park ist, die allerdings jetzt akut bedroht ist. Gemeinsam mit Professorin Dr. Gertrud Lohaus hat Carletta vom Dorp aus über 300 Bäumen eine botanische Route mit 72 verschiedenen Arten konzipiert.

Einen anderen Ansatz verfolgte Sophie Charlotte Menze mit ihrem GPS-geleiteten Baumspaziergang, mit dem Familien und junge Gruppe zur neuartigen Schnitzeljagd aufgemuntert werden sollen. Dazu hat sie 18 verschiedene Baumarten miteinander verbunden. In Gesprächen nach der Premierenführung vor dem Ringeldenkmal wurde deutlich, dass sich künftige Studierende einer ganz jungen Zielgruppe zuwenden sollten. Die Barmer Anlagen könnten von Kindern wiederum ganz anders und neu entdeckt werden. Ein Zusammenwirken von Kindertagesstätten und Bergischer Universität bietet sich an, so wie Wuppertals grüne Anlagen außerschulische Lernorte sein können.

SoBl_BABaumspaziergang_Premiere20160423dZur Premiere wurden zwei Broschüren für die Baumspaziergänge durch die Barmer Anlagen vorgestellt: v.l. Sophie Charlotte Menze (GPS-Route), Carletta vom Dorp (Baumspaziergang), Uni-Professorin Dr. Gertrud Lohaus, Christine Fehlis (Illustration zur Baumbestimmung). Foto: Conrads

Weitere Informationen gibt es online: www.botanik.uni-wuppertal.de

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