Aktuelles, Geschichte

Ronsdorfs grüne Anlagen – Ronsdorfer Wald mit Talsperre, Saalbach und Gelpe

09/08/2016/Felstau

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Ronsdorfer Wald mit Talsperre, Saalbach und Gelpe

(BLM). Der Naturraum Gelpe umfasst eine Fläche von rund 800 Hektar, von der 380 Hektar Wald, 300 Hektar Landwirtschaft, 30 Hektar Brache und 90 Hektar sonstige Flächen sind. Zwischen der Friedrichshöhe (343 m über NN) und dem Westenhammer (172 m über NN) liegen 171 Höhenmeter Differenz.

Der Rat der Europäischen Gemeinschaft (EU) hat 1992 die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) beschlossen. Ein ökologisch vernetztes Gebietssystem „Natura 2000“ soll in Europa zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume, wild lebender Tiere und Pflanzen gepflegt werden. Die Stadt Wuppertal ist mit dem 191 Hektar großen Gelpe-Saalbachtal betroffen. Grund dafür sind die exemplarisch vorhandenen Bach-Erlen-Eschen-Wälder, das Vorkommen der Groppe, die nach der Roten Liste der gefährdeten Tiere und Pflanzen in der Bundesrepublik Deutschland 1984 als stark gefährdet eingestuft wurde.

Das Gelpe- und Saalbachtal stellt eines der wertvollsten Fließgewässer und Auen mit natürlichen Lebensräumen im Bergischen Land dar. Das gesamte Gebiet zwischen Ronsdorf, Barmen-Süd, Elberfeld-Süd, Cronenberg und Remscheid-Nord besteht aus abwechslungsreichen Strukturen von Wiesen, Weiden, Quellfluren mit Nassgrünland, sowie Auenwäldern und Röhrichten.

Ruhig und idyllisch war es an Gelpe und Saalbach nicht immer. Zwischen Ronsdorf und Cronenberg findet man auf engstem Raum Erinnerungen an zahlreiche Schleifkotten und Hammerwerke. Bauliche Reste werden immer weniger, teilweise sind nur die Grundmauern erkennbar. Der Westenhammer ist ins Bergische Museum nach Bergisch-Gladbach transloziert worden. Allein der Steffenshammer (Museum) ist an Ort und Stelle erhalten geblieben. Die Zeugen des einstmals bedeutenden Eisengewerbes lassen ahnen, dass im Gelpe- und Saalbachtal noch vor 100 Jahren ein reges kleinindustrielles Treiben herrschte.

Der Ronsdorfer Wald wird von der Rotbuche und Fichte beherrscht. Charakteristisch ist der teilweise über vier Meter hohe Ilex. Die Eiche ist eine weiter bedeutsame Baumart, weniger Bergahorn, Birke, Eberesche.

Ansteckende Worte

Worte von Johann Wolfgang von Goethe: „Ich ging im Walde so für mich hin, nach nichts zu suchen, das war mein Sinn“. Aber – man kann manches entdecken oder wieder finden, was heute allzu oft  verloren gegangen ist: die Ruhe, ein wohltuender Lufthauch, einfach nur Gelegenheit zu einer Verschnaufpause, den Platz für eine Rast. Der Wald erschließt sich uns über viele Sinne. Er ist für Menschen der Inbegriff der Natur. Machen Sie es anderen nach, folgen Sie der Vielfalt des Ronsdorfer Waldes. Beobachten Sie die Jahreszeiten. Hören Sie das Plätschern eines Bachlaufes oder das Rauschen der Blätter. Lassen Sie sich von der Ruhe eines Teiches anstecken. Lassen Sie sich aber auch von der Begeisterung für den Wald als Ganzes anstecken! Mit ein wenig Phantasie führt Sie Ihr Spaziergang zu seltenen oder gar seltsamen Waldbewohnern…

Fotowettbewerb
In den kommenden Wochen können Sie mit uns virtuelle Spaziergänge durch „Ronsdorfs grüne Anlagen“ machen. Wir informieren Sie und laden Sie ein, die Anlagen zu besuchen und mit der Kamera, ob Smartphone oder Spiegelreflex, schöne und persönliche Eindrücke festzuhalten und uns per E-Mail oder Post zuzusenden.

Bitte besuchen Sie ab nächsten Mittwoch die „Ronsdorfer Wochenschau“ auf der Website www.ronsdorfer-wochenschau.de (ePaper).

Präsentiert vom Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein und Ronsdorfer Wochenschau

 

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