Gelpe und Saalbach


Die Gelpe – Nähe Gelper Hof

Das Gelpetal ist das Bergische Land im Kleinformat mit offenen Wiesen- und Weideflächen auf den Höhen, steilen bewaldeten Talhänge und einer mosaikartigen Talaue aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, Brachflächen und Auwäldern.

Gelpe und Saalbach sind heute sehr naturnahe Fließgewässer. Das war nicht immer so. In der Vergangenheit wurde die Wasserkraft zum Antrieb der Schleifkotten und Hämmer genutzt. So wurde Wuppertal eines der frühesten Industriegebiete des Kontinents. Entlang des Industriegeschichtspfad Historisches Gelpetal kann man diese Historie noch erwandern. Der Lehrpfad hilft, in Teichen und Bodendenkmälern die Reste von Hämmern und Kotten zu entdecken.­ Der Cle­mens­hammer zeigt die historische Technik­ samt Wasserrad in Aktion. (Übersichtsplan am Haus Zillertal und an der Ronsdorfer Talsperre.)

Kaeshammer um 1905

Die vorindustrielle Verarbeitung von Metall wurde im Gelpe- und Saalbachtal schon früh betrieben. Seiten dem 16. Jahrhundert sind Schleifkotten und Hammerwerke belegt, die sich wie an einer Perlenschnur entlang der Bäche aneinandereihten und die die lange Tradition der Metallhandwerks der Region begründeten. Auf dem Wanderweg infomieren Schilder über die Geschichte. Wer sich vorbereiten will, dem sei das Buch „Hämmer- und Schleifkotten im Gelpetal“ von Egon Viebahn empfohlen.

Bergisch Nizza, Gaststätten-Ruine am Wegekreuz „Vorm Eichholz“ und „Gelpe“.

Der gesamte Landschaftsraum Gelpetal ist einer der wichtigsten Erholungsschwerpunkte. Gelpe- und Saalbachtal sind im Landschaftsplan als Naturschutzgebiet festgesetzt und als Flora-Fauna-Habitat (FFH) gesichert: „Es handelt sich um ein ausgeprochen abwechslungsreiches Talsystem, das durch ein Mosaik aus Fettwiesen und -weiden, Nassgrünland, meist feuchten Grünlandbrachen, Quellfluren, Auenwälder und Röhrichte geprägt wird. Die Fließgewässer weisen weitgehend einen natürlichen Verlauf und eine steinige Sohle auf. An den Hängen erstrecken sich naturraumtypische Laubwaldbestände.“

Das Natura-2000-Gebiet Gelpe und Saalbach dient in erster Linie dem Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen und Lebensräume, Arten und die genetische Vielfalt zu erhalten. Aber die gleichzeitige touristische Nutzung des Gebietes ist ein Faktor, der die Funktion desselben zunehmend beeinträchtigt. Der Freizeit- und Erholungsdruck gerade auf besonders beliebte Gebiete wie die Gelpe, ist so groß, dass gleichzeitig die Sorge wächst, ob diese Gebiete ihren eigentlichen Schutzzweck noch erfüllen können. Gerade aus Sicht des Naturschutzes ist es aber dennoch wünschenswert stadtnah ein Naturerleben zu ermöglichen. Denn die Notwendigkeit, die Vielfalt und Schönheit einzigartiger Lebensräume, bedrohter Tiere und Pflanzen zu schützen und zu erhalten, wird für jeden Einzelnen leichter nachvollziehbar, wenn es auch vielfältige Möglichkeiten gibt, Natur zu erleben und zu genießen.

Der Landschaftsplan Wuppertal-Gelpe (PDF) ist mit ca. 730 Hektar relativ klein. Er erstreckt sich auf das Gelpetal und das Saalbachtal zwischen Ronsdorf und Cronenberg, die Südhöhen von Elberfeld und Barmen und bis zur Stadtgrenze nach Remscheid am Unterlauf von Gelpe und Saalbach.

Der Gelpe-Verein kümmert sich unter anderem um den Lehrpfad und seine Beschilderung. Der vor kurzem aufgelöste Gelpetaler Verschönerungsverein beschränkte sich auf das Gebiet der Anlage der ehemaligen Stadt Elberfeld. Hier ist das Wegenetz heute noch deutlich dichter und es finden sich dort vermehrt eigentlich standortfremde Baumarten.

Die Hahnerberger- bzw. Gelpetaler Anlagen der Stadt Elberfeld um 1923
Zur Geschichte dieser Anlagen wissen wir fast nichts. Vielleicht haben Sie Informationen oder Bilder für uns?

Radweg R 3: Friedenshain – Gelpe – Müngsten – Kohlfurth (ca. 16 km)
Start: Bushaltestelle Friedenshain Buslinie 603, 625, 630
Ziel: Bushaltestelle Kohlfurther Brücke Buslinie CE 64

Da die Strecken gut ausgeschildert sind (quadratisches Schild mit grüner Schrift auf weißem Grund), wird hier auf eine detaillierte Streckenbeschreibung verzichtet. Allerdings empfehlen wir die Befahrung der Wege in der ausgewiesenen Richtung Die Steigungen sind so meist angenehmer zu bewältigen, zudem existiert die Beschilderung teilweise nur in eine Richtung.

Reitplaketten und -kennzeichen sowie Reitwegekarten für den Bereich Gelpe-/Saalbachtal können Sie hier erwerben, wenn Ihr Wohnsitz in Wuppertal ist. Hier ein Merkblatt zum Reiten in der Landschaft.

Buslinien 615, 633, 635 Schulweg

TIPP: Führung zum Park des Monats 2017 am 19. Februar

Quellen:

Wuppertals
Grüne Anlagen

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